/Applaus, applaus!

Applaus, applaus!

Vor einiger Zeit bin ich mal wieder mit dem Auto in die Uni gefahren. Mir gingen viele Dinge durch den Kopf, das letzte Gespräch mit meiner Oma und ihre Frage, wann ich denn wiederkommen würde, mein stressiger Alltag, der gerade im totalen Chaos steckt und die Termine in der Uni die ich einhalten muss. Kurzum ich war alles andere als konzentriert. Ich bin dennoch gefahren und wie der Zufall es wollte, habe ich das Radio bei dieser Autofahrt eingeschaltet. Normalerweise fahre ich in Stille, um einfach mal dem Lärm zu entkommen. Doch diesmal war es anders. Und gerade in dem Moment kam dieses Lied: „Applaus, Applaus“ von den Sportfreunden Stiller. Ein Lied, das auf den ersten Blick vielleicht alles andere als christlich wirkt. Die Sportfreunde Stiller hatten sicher auch kein christliches Motiv im Kopf, als Sie dieses Lied schrieben. Ich habe das Lied leise mit gesummt und erst anschließend ist mir aufgefallen WAS sie da eigentlich singen.

„Ist meine Hand eine Faust machst du sie wieder auf
Und legst die deine in meine
Du flüsterst Sätze mit Bedacht durch all den Lärm
Als ob sie mein Sextant und Kompass wären“

Ich habe mich gefragt, wer dieses „DU“ ist, von dem in dem Lied gesungen wird. Für mich ist das „Du“ nicht irgendjemand. Es muss jemand Besonderes sein. Meine Eltern? Sie sind sicher etwas Besonderes und schaffen es auch manchmal meine geballte Faust zu öffnen, aber die „Sätze durch den Lärm“ würde ich ihnen jetzt nicht zuschreiben. Die Frage wer dieses „DU“ ist, beschäftigte mich noch lange. Erst am Abend, als ich im Bett lag kam mir die Antwort. Sie ist so nah und doch so schwierig. Für mich ist das „DU“ Gott selbst. Ich glaube, nur er schafft es meine Faust auf zu machen und die „Sätze durch den Lärm“ sind die Sätze die uns in der Heiligen Schrift überliefert wurden. „Ich bin der, Ich bin da“ Es sind wirklich die Worte, die mich begeistern, und die mich aufbauen. Es sind Schriftstellen die meinen Horizont erweitern.

„Ist meine Erde eine Scheibe, machst du sie wieder rund
Zeigst mir auf leise Art und Weise was Weitsicht heißt
Will ich mal wieder mit dem Kopf, durch die Wand
Legst du mir Helm und Hammer in die Hand“

Gott lässt mich nicht alleine, auch wenn ich mit dem Kopf durch die Wand will, er geht nicht weg und lässt mich alleine, sondern bleibt da und gibt mir die nötigen Hilfsmittel. Er öffnet nicht die Wand für mich, sondern lässt sie mich selber öffnen.

„Applaus, Applaus
Für Deine Art mich zu begeistern
Hör niemals damit auf!
Ich wünsch’ mir so sehr
Du hörst niemals damit auf“

Applaus, Applaus ist deshalb mein Dank, mein Lobpreis, meine Bitte: Hör niemals auf mich zu begeistern, Gott.

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