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Gelebter Glaube überzeugt

Ich bin gern katholisch, weil…

meine Mutter mir ein großes Vorbild im Glauben war. Sie lebte einen lebendigen, praktischen Glauben, der sich vorallem in der Ausübung ihres Berufes als selbständige Habamme zeigte. Glaube bedeutete für sie bedingungslosen Dienst und Hingabe für die Menschen die sie brauchten. Keine Zeit war ihr zu lang und kein Weg zu weit (sie betreute 3 Dörfer). Ich sehe noch, mit welchem Vertrauen die Mütter und Väter nach der Geburt ihres Kindes zu ihr kamen und sie um Rat und Hilfe baten und manchmal blieb auch ein Geschenk zurück. Zur Taufe trug meine Mutter den Täufling im Steckkissen zur Kirche, und oft durfte ich auch an der Taufzeremonie und Tauffeier teilnehmen. Sie genoß großes Ansehen im Dorf. Ein gelebter Glaube überzeugt!

Ich fühle mich in der katholischen Kirche wohl, weil ich so viele geistige Ansprechpartner habe, die mir immer zuhören, die mir Hoffnung geben, die mich trösten, die sich mit mir freuen, die mir mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Ich erinnere mich noch an den Ausspruch eines russisch-orthodoxen Priesters 1988 im Kloster Sagorsk. Er sagte zu den Gästen, die er durch das Kloster führte und die auf einem Bild die Gottesmutter Maria nicht erkannten: “Wer Maria nicht kennt, kennt Jesus nicht.” Was braucht es der Worte mehr.

Manfred, geb. 1943